Regalis, Stand
In Kürze
Die meisten Probleme bei Einstellungen aus dem Ausland entstehen früh, bei der Beschreibung der Stelle, den Unterlagen und der Anerkennung. Unterkunft, Sprache und Einarbeitung entscheiden danach darüber, ob eine Fachkraft ankommt und bleibt. Bewerber zahlen für die Vermittlung nichts, und Zusagen zu Terminen oder Ergebnissen, die nur Behörden treffen können, schaden allen Seiten.
Die Stelle zu ungenau beschreiben
Eine Stelle mit dem Titel Helfer oder Allrounder lässt sich kaum vermitteln. Bewerber wissen nicht, was sie erwartet, und die Behörden können die Tätigkeit nicht einordnen.
Beschreiben Sie Aufgaben, Arbeitszeit, Arbeitsort und Entgelt so genau wie möglich. Nennen Sie auch das Deutschniveau, das die Stelle wirklich verlangt. Diese Angaben tauchen später in Vertrag und Anträgen wieder auf.
Eine genaue Beschreibung spart Gespräche. Wer weiß, worauf er sich einlässt, sagt seltener kurz vor der Ausreise ab.
Klären Sie im Betrieb vorher, wer die Stelle fachlich beschreibt und wer sie freigibt. Widersprüche zwischen Personalabteilung und Fachabteilung fallen sonst erst im Verfahren auf.
Unterlagen unvollständig oder nicht beglaubigt
Fehlende Nachweise sind der häufigste Grund für Verzögerungen. Oft fehlt nur ein Dokument, eine Übersetzung oder eine Beglaubigung. Die Rückfrage kostet trotzdem Zeit.
Sammeln Sie Unterlagen gebündelt und prüfen Sie sie vor der Abgabe. Achten Sie auf gleiche Schreibweisen der Namen in Pass, Zeugnis und Vertrag. Welche Form der Beglaubigung verlangt wird, sagt die zuständige Stelle.
Einzelne Nachreichungen sind mühsam für alle. Eine gemeinsame Liste mit Datum und Verantwortlichem zeigt, was noch fehlt.
Die Anerkennung zu spät klären
Manche Betriebe klären erst nach der Zusage, ob der Abschluss anerkannt werden muss. Dann steht das Verfahren still, und der geplante Beginn verschiebt sich.
Klären Sie die Frage deshalb am Anfang. Ist der Beruf reglementiert? Welcher deutsche Referenzberuf passt? Welche Stelle ist zuständig? Das Portal Anerkennung in Deutschland hilft bei den ersten Antworten.
Bei teilweiser Gleichwertigkeit gibt es Wege zum Ausgleich. Sie brauchen aber Planung und oft Zeit im Betrieb.
Denken Sie auch an Nachweise, die nicht aus der Ausbildung stammen, etwa Zertifikate oder Arbeitszeugnisse. Sie können bei der Einordnung helfen.
Die Sprache unterschätzen
Viele Betriebe erwarten mehr Deutsch, als am Anfang da ist. Andere verlangen ein hohes Niveau, das die Stelle gar nicht braucht. Beides führt zu Enttäuschungen.
Legen Sie das Niveau vor der Suche fest und planen Sie das Weiterlernen ein. Ein Kurs braucht Zeit, und nach einer langen Schicht fehlt oft die Kraft. Feste Lernzeiten im Dienstplan helfen.
Sicherheitsunterweisungen müssen verstanden werden. Setzen Sie hier auf einfache Sprache und, wo nötig, eine Übersetzung.
Kosten bei Bewerbern abladen
Bewerber zahlen für die Vermittlung nichts. Die Kosten der Vermittlung trägt der Arbeitgeber.
Eigene Ausgaben der Bewerber, etwa für Pass, Sprachkurs oder Beglaubigungen, können trotzdem anfallen. Wer welche davon übernimmt, gehört vor der Zusage offen geklärt und schriftlich festgehalten.
Zusagen zu Terminen machen
Ein fester Starttermin im Vertrag wirkt verbindlich. Er setzt aber beide Seiten unter Druck, wenn Anerkennung oder Visum länger brauchen. Über diese Schritte entscheiden die Behörden, nicht der Betrieb.
Versprechen Sie deshalb keine Termine, die von Behörden abhängen.
Sagen Sie Bewerbern ehrlich, welcher Schritt gerade läuft. Offenheit hält mehr Menschen im Verfahren als ein Datum, das sich dann verschiebt.
Unterkunft und Einarbeitung nicht vorbereiten
Bei einer Vermittlung über Regalis stellt der Betrieb für die ersten Monate eine Unterkunft oder hilft aktiv bei der Wohnungssuche. Auch wenn der Betrieb bei der Suche hilft, sollte die Wohnung vor der Anreise feststehen. Eine Unterkunft, die erst nach der Ankunft gesucht wird, gefährdet den ganzen Start.
Ebenso wichtig ist ein Plan für die ersten Wochen mit einer festen Zuständigkeit. Ohne sie bleiben Aufgaben liegen.
Ein Pate im Team und zwei feste Gespräche in den ersten Monaten decken Probleme früh auf.
Absprachen nur über Dritte
Manche Betriebe sprechen nie direkt mit der künftigen Fachkraft. Alles läuft über Vermittler, Bekannte oder Übersetzer. Missverständnisse fallen dann erst nach der Ankunft auf.
Führen Sie mindestens ein Gespräch selbst, am Telefon oder per Video. Nehmen Sie sich Zeit für Fragen zu Arbeit und Unterkunft. Wo die Sprache nicht reicht, hilft eine Übersetzung im Gespräch.
Halten Sie die wichtigsten Absprachen schriftlich fest, in einer Sprache, die beide Seiten verstehen.
Häufige Fragen
Welcher Fehler kostet am meisten Zeit?
Unvollständige Unterlagen. Fehlt ein Nachweis, eine Übersetzung oder eine Beglaubigung, steht das Verfahren, bis er nachgereicht ist.
Dürfen Bewerber an den Kosten der Vermittlung beteiligt werden?
Bewerber zahlen für die Vermittlung durch Regalis nichts. Die Kosten der Vermittlung trägt der Arbeitgeber.
Reicht es, die Unterkunft nach der Ankunft zu suchen?
Nein. Die Unterkunft sollte vor der Anreise feststehen. Eine Unterkunft, die erst nach der Ankunft gesucht wird, gefährdet den ganzen Start.
Wie viele Gespräche sollten wir selbst führen?
Mindestens eines, am Telefon oder per Video. Nehmen Sie sich Zeit für Fragen zu Arbeit und Unterkunft. So fallen Missverständnisse vor der Ausreise auf.
- Für Arbeitgeber So arbeitet Regalis mit Arbeitgebern: Anforderungsprofil erfassen, Kandidaten vorstellen, Einreise koordinieren. Direktanstellung ohne Zeitarbeit.