Regalis, Stand
In Kürze
Nach der Einreise stehen die Anmeldung des Wohnsitzes, der Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde, die Krankenversicherung und ein Bankkonto an. Viele dieser Schritte hängen voneinander ab, deshalb lohnt es sich, die Reihenfolge vorher zu planen und die Unterkunft vor der Anreise zu sichern. Eine feste Ansprechperson im Betrieb und Zeit für Termine machen den Start leichter als jede Broschüre.
Vor der Anreise
Der Start beginnt vor dem ersten Tag. Die Unterkunft steht fest, die Adresse ist bekannt, und der Wohnungsgeber kann die Bestätigung für die Anmeldung ausstellen. Ohne Adresse lassen sich die weiteren Schritte kaum erledigen.
Benennen Sie im Betrieb eine feste Ansprechperson. Sie kennt die Termine, beantwortet Fragen und ist in den ersten Wochen gut erreichbar. Klären Sie auch eine Vertretung.
Sprechen Sie Anreise und Abholung ab. Eine Abholung am Bahnhof oder Flughafen kostet wenig und wirkt lange nach. Ein kurzer Zettel mit Adressen, Notrufnummern und dem Weg zur Arbeit hilft in den ersten Tagen.
Klären Sie auch, wie die Fachkraft in den ersten Tagen zu Geld kommt, bis Konto und Lohn da sind. Ein Vorschuss ist eine Absprache, keine Pflicht, und gehört schriftlich festgehalten.
- Unterkunft mit Adresse und Bestätigung des Wohnungsgebers
- Ansprechperson im Betrieb und Vertretung
- Termine bei Meldebehörde und Ausländerbehörde vorgemerkt
- Unterlagen für die Lohnabrechnung vorbereitet
Wohnsitz anmelden
Wer in Deutschland eine Wohnung bezieht, muss sich bei der Meldebehörde anmelden. Dafür gilt eine gesetzliche Frist. Die Meldebehörde nennt sie Ihnen. Viele Städte vergeben Termine im Netz.
Mitzubringen sind in der Regel der Pass mit Visum und die Bestätigung des Wohnungsgebers. Wer die Unterkunft stellt, muss diese Bestätigung ausstellen.
Die Meldebestätigung ist ein wichtiges Dokument. Sie wird für viele weitere Schritte gebraucht, etwa für das Bankkonto. Bewahren Sie eine Kopie im Betrieb auf, wenn die Fachkraft zustimmt.
Zieht die Fachkraft später um, muss sie sich erneut anmelden. Erinnern Sie daran, wenn die erste Unterkunft endet.
Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde
Das Visum ist zeitlich begrenzt. Den Aufenthaltstitel beantragt die Fachkraft bei der Ausländerbehörde am Wohnort, solange das Visum gilt. Termine dort sind oft knapp, deshalb gehört dieser Punkt an den Anfang.
Die Behörde nennt die Unterlagen. Meist gehören Pass, Meldebestätigung, Arbeitsvertrag, Nachweis der Krankenversicherung und ein Lichtbild dazu. Manche Behörden verlangen weitere Nachweise.
Als Arbeitgeber prüfen Sie, ob der Titel die Beschäftigung erlaubt. Eine Kopie gehört in die Personalakte. Notieren Sie sich, wann er verlängert werden muss.
Krankenversicherung
In Deutschland besteht eine Pflicht zur Krankenversicherung. Wer als Arbeitnehmer beschäftigt ist, ist in der Regel in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Die Fachkraft wählt ihre Krankenkasse selbst.
Der Betrieb meldet die Beschäftigung bei der gewählten Krankenkasse an. Dafür braucht er die Mitgliedsbescheinigung oder die Angabe der Kasse. Klären Sie die Wahl deshalb früh.
Für die Zeit vor Beginn der Beschäftigung kann ein eigener Schutz nötig sein, etwa für das Visum. Welche Versicherung dafür gilt, sagt die Auslandsvertretung.
Erklären Sie kurz, wie ein Arztbesuch in Deutschland abläuft. Die Versichertenkarte, die Hausarztpraxis und die Krankmeldung beim Betrieb sind für viele neu.
Bankkonto
Der Lohn wird auf ein Konto überwiesen. Ein Konto in Deutschland ist deshalb einer der ersten Schritte. Die Banken verlangen meist Pass, Aufenthaltsdokument und Meldebestätigung.
Manche Banken eröffnen Konten auch im Netz, andere nur in der Filiale. Die Anforderungen unterscheiden sich. Begleiten Sie den Termin, wenn die Sprache noch eine Hürde ist.
Geben Sie der Lohnabrechnung die Kontodaten früh weiter. Ohne Konto verzögert sich die erste Zahlung.
Steuer und Sozialversicherung
Nach der Anmeldung erhält die Fachkraft ihre steuerliche Identifikationsnummer per Post. Die Lohnabrechnung braucht sie für die richtige Besteuerung.
Für die Sozialversicherung gibt es eine eigene Nummer. Liegt sie noch nicht vor, fragt der Betrieb sie mit der Meldung zur Sozialversicherung bei der Datenstelle der Rentenversicherung ab. Beide Nummern gehören in die Unterlagen der Lohnabrechnung.
Erklären Sie die erste Lohnabrechnung in Ruhe. Abzüge für Steuer und Sozialversicherung sind für viele neu. Wer versteht, woraus sich der Lohn zusammensetzt, vertraut dem Betrieb mehr.
Begleitung in den ersten Wochen
Die ersten Wochen sind anstrengend. Neue Arbeit, neue Sprache und viele Termine fallen zusammen. Ein Pate im Team, der Fragen beantwortet, hilft mehr als jede Broschüre.
Planen Sie Zeit für Behördengänge ein. Anmeldung, Bank und Krankenkasse lassen sich kaum nebenbei erledigen. Wer diese Termine begleitet, spart Fehltermine und schafft Vertrauen.
Sprechen Sie nach den ersten Wochen in Ruhe miteinander. Fragen Sie nach der Arbeit, der Unterkunft und der Familie. So fallen kleine Probleme auf, bevor sie groß werden.
Regalis bleibt in den ersten Monaten für beide Seiten ansprechbar. Die Einarbeitung und die Führung im Alltag bleiben Aufgabe des Betriebs.
Häufige Fragen
Was muss nach der Einreise zuerst erledigt werden?
Die Anmeldung des Wohnsitzes und ein Termin bei der Ausländerbehörde für den Aufenthaltstitel. Viele weitere Schritte bauen auf der Meldebestätigung auf.
Wer stellt die Bestätigung des Wohnungsgebers aus?
Wer die Wohnung zur Verfügung stellt. Stellt der Betrieb die Unterkunft, stellt er auch die Bestätigung aus.
Muss die Fachkraft die Krankenkasse selbst wählen?
Ja, in der gesetzlichen Krankenversicherung wählt sie ihre Kasse selbst. Der Betrieb meldet die Beschäftigung dort an.
Wann kommt die Steuer-Identifikationsnummer?
Nach der Anmeldung per Post. Die Lohnabrechnung braucht sie, deshalb sollte die Fachkraft sie gleich weitergeben.
Dürfen wir bei den Behördengängen begleiten?
Ja, und es lohnt sich. Begleitung zu Anmeldung, Bank und Krankenkasse spart Fehltermine und schafft Vertrauen. Manche Stellen verlangen, dass die Fachkraft selbst erscheint.
- Für Arbeitgeber So arbeitet Regalis mit Arbeitgebern: Anforderungsprofil erfassen, Kandidaten vorstellen, Einreise koordinieren. Direktanstellung ohne Zeitarbeit.